Wer benötigt einen Energieausweis?

Generell besteht die Verpflichtung bei Neubau, Sanierung, Verkauf und Vermietung von Gebäuden und Nutzungsobjekten einen Energieausweis vorzulegen.

 

Energieausweisvorlagegesetz:

  • Regelt die Vermietung und den Verkauf

 

Dem Mieter, Pächter oder Käufer muss vor Inbestandgabe oder Kauf der Energieausweis rechtzeitig vorgelegt werden, nach Vertragsabschluss ist dieser Energieausweis zu übergeben. Bei Inseraten, Anzeigen muss der Vermieter, Verkäufer bzw. der beauftragte Makler in der Anzeige den Heizwärmebedarf (HWB) und den Gesamtenergieeffizienz- Faktor angeben (fGEE). Bei Nichtvorlage drohen Verwaltungsstrafen!

Ausnahmen:

  • Bei gleichen Wohnungen mit übereinstimmender Lage kann der Energieausweis einer identen Wohnung vorgelegt werden. Wände, Decke, Böden, Fenster, Orientierung, Haustechnik etc. müssen übereinstimmen
  • Bei Verlängerung des Mietvertrags muss kein Energieausweis vorgelegt werden, wenn der Zeitpunkt der Erstbeziehung vor Inkrafttreten des Gesetzes liegt.
  • Bei identen Häusern (Fertigteil), allerdings haftet der Energieausweisersteller, da die Häuser zwar ident sind, jedoch nicht der Standort.

 

Energieausweis- Vorlage- Gesetz 2012 – EAVG 2012

27. Bundesgesetz über die Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises beim Verkauf und In- Bestand-Gabe von Gebäuden und Nutzungsobjekten

Es besteht Informationsvorlage und in bestimmten Fällen Aushängepflicht.

 

Ausnahmen davon: § 5

  1. Gebäude, die nur frostfrei gehalten werden müssen
  2. Im Verkaufsfall Gebäude, die auf Grund ihres schlechten Erhaltungszustandes objektiv abbruchreif sind, sofern in einer allfälligen Anzeige nach § 3 das Gebäude als abbruchreif bezeichnet und im Kaufvertrag davon ausgegangen wird, dass der Käufer das Gebäude binnen dreier Jahre nach Vertragsabschluss abbrechen werde.
  3. Gebäude; die ausschliesslich für Gottesdienste und sonstige religiöse Zwecke genutzt werden.
  4. Provisorisch errichtete Gebäude mit einer geplanten Nutzungsdauer von höchstens zwei Jahren.
  5. Industrieanlagen, Werkstätten und landwirtschaftliche Nutzgebäude, bei denen jeweils der überwiegende Anteil der für die Konditionierung des Innenraumklimas erforderlichen Energie durch die im Gebäude entstehende Abwärme aufgebracht wird.
  6. Wohngebäude, die nach ihrer Art für die Benutzung während eines begrenzten Zeitraums je Kalenderjahr bestimmt sind und deren voraussichtlicher Energiebedarf wegen dieser eingeschränkten Nutzungszeit unter einem Viertel des Energiebedarfs bei ganzjähriger Benützung liegt
  7. Frei stehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern.

 

Landesgesetze bzw. Verordnungen:

Vorarlberg:

  • Regeln den Neubau und die Sanierung, bzw. Instandsetzung
  • Vorarlberger Bautechnikverordnung BTV
  • Vorarlberger Baueingabeverordnung (§ 4 regelt Inhalt und Form des Energieausweises)

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